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Presseberichte zu den Globalen Trends

Auszüge aus Presseberichte zur aktuellen Ausgabe
Globale Trends 2010

VEREINTE NATIONEN - Zeitschrift für die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen Ausgabe 3/2010
„Keine neue Weltordnung“

Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)
von Friederike Bauer

So wenig Finanzkrise, Vulkanausbruch, Eurostabilität- und viele andere Phänomene der jüngsten Zeit- auf den ersten Blick miteinander zu tun haben, eines ist ihnen gemein: Sie lassen sich nur auf internationaler Ebene lösen. Ob Energiesicherheit oder Erderwärmung, Umschuldung oder Umweltschutz, Flüchtlingsströme oder Finanzmärkte - der Mensch lebt nicht von seinem Staat allein. Was glühende Verfechter der multilateralen Idee schon seit Jahrzehnten >predigen<, ihnen aber vielfach als Naivität ausgelegt wurde, erhält in diesen Tagen immer neues Anschauungsmaterial. Fragt sich nur: Wer zimmert diesen zweifellos notwendigen internationalen Rahmen wie zurecht?

Diesen Fragen geht das Buch >Globale Trends 2010<, herausgegeben von der Stiftung Entwicklung und Frieden, auf eingehende Weise nach. Es liest sich wie eine Sammlung guter Ratschläge für Politiker in Zeiten globaler Krisen. Einzeln mögen sie nicht immer überraschen, aber in der Summe zeigen sie doch auf beeindruckende Weise, welche Defizite das internationale System aufweist. Defizite, die nicht einfach nur bedauerlich sind, weil hier mehr wirklich mehr wäre, sondern Defizite, die sich In Zeiten wie diesen besonders bemerkbar machen.

Zuversichtlichere Zeitgenossen würden die gegenwärtige Phase wohl eher als eine Zeit des Umbruchs bezeichnen. Zu letzterer Gruppe gehören auch die mehr als ein Dutzend Verfasser von >Globale Trends 2010<, die zwar nichts beschönigen, aber deshalb trotzdem kein Weltuntergangsszenario zeichnen: »Klar ist: Es wird in absehbarer Zeit die >eine< Weltordnung nicht geben. Eine Erkenntnis aus der Zusammenschau der gegenwärtigen Entwicklungen ist, dass auf den unterschiedlichen Ebenen global, regional oder lokal/ urban weiterhin verschiedene Steuerungsformen und Ordnungsmodelle miteinander konkurrieren werden. Das macht die Welt vielleicht nicht überschaubarer«, heißt es dort immerhin, » aber die Suche nach Lösungen globaler Probleme möglicherweise vielversprechender. « Ein versöhnliches Fazit eines insgesamt bedrückenden, aber gut lesbaren und sehr informativen Buches zu den wichtigsten internationalen Fragen unserer Zeit.

 

WeltTrends - Zeitschrift für internationale Politik Ausgabe März/April 2010
„Pflichtlektüre für Berufsoptimisten“

von Tim Haberstroh

"Globale Trends 2010" ist eine gute Zusammenfassung wichtiger Themen. Es bietet die Möglichkeit, sich einen Überblick über Studien zu verschaffen, deren separate Lektüre sehr zeitaufwendig wäre. Auch wenn man das Buch nicht von vorne bis hinten durchlesen muss, so lohnt sich doch ein "Querlesen" oder sein Besitz als Nachschlagewerk. Pessimisten dürften sich bestätigt fühlen und aus eigenem Antrieb zugreifen. Für Berufsoptimisten sollte "Globale Trends 2010" Pflichtlektüre sein.

 

Freie Presse vom 8.12.2009, Chemnitz
„Keine bloße Horrorvision: Buch zeigt Globale Trends 2010“
von Harald Loch

Kopenhagen. Die Zahl der populären Veröffentlichungen zum Thema Klimawandel ist enorm, das Stimmengewirr von wirklichen und selbst ernannten Experten gewaltig. Gerade noch rechtzeitig zur großen Welt-Klimakonferenz in Kopenhagen hat die 1986 auf Initiative vom Willy Brandt gegründete Stiftung Entwicklung und Frieden ihre Studie "Globale Trends 2010" veröffentlicht. Gemeinsam mit dem Institut für Entwicklung und Frieden an der Universität Duisburg-Essen verknüpft sie in ihrer Untersuchung die global zusammenhängenden Fragen, aus denen sich die Dreiteilung des Werkes ergeben: Weltordnung und Frieden, Weltgesellschaft und Entwicklung sowie Weltwirtschaft und Umwelt.

"Globale Trends 2010" ist ein Versuch, die Zukunftsthemen zusammenzufassen, Strategien für ein weltweit abgestimmtes Verhalten zu entwickeln. Der qualitative Unterschied dieser Studie gegenüber allen anderen Veröffentlichungen ist die sektorübergreifende Behandlung der Probleme. Die in zahlreichen Tabellen und Grafiken verständlich aufbereitete Kriseninventur liefert die Grundlage für integrierte Thesen, die die Zukunft nicht als Horrorvision verzerrt darstellen, sondern aus dem gegenwärtigen Befund ableiten. So etwa hängt die zu befürchtende Weiterverbreitung von Kernwaffen mit der Ernährung einer weiter steigenden Weltbevölkerung zusammen, wie der zu befürchtende klimabedingte Anstieg des Meeresspiegels Migrationsbewegungen auslösen wird. Religionen haben sich entgegen allen Erwartungen als Entwicklungs- und Politikfaktoren zurückgemeldet - "Globale Trends 2010" misst nicht nur die Temperaturen an den Polen, sondern auch die Hitze im Gefecht um die Minarette. Die übersichtliche Studie ist mit ihren weiterführenden Lektüreempfehlungen eine ausgezeichnete Orientierungshilfe in der Weltpolitik.

Globale Trends 2010. Frieden - Entwicklung - Umwelt. Fischer Taschenbuch Verlag. 416 Seiten. 16,95 Euro. ISBN 9783596183746.

 

In der Zeitung Die Welt vom 27. Februar 2010 schreibt Daniel Friedrich Sturm in der Rubrik Literarische Welt:

„Der vorliegende Sammelband wagt den Blick über den nationalen oder eurozentrischen Tellerrand, und dies in den unterschiedlichsten Bereichen. Es geht - neben Gesundheit - um Krieg und Frieden, Migration, Urbanisierung, Umwelt, Klimawandel und natürlich die Folgen der Wirtschaftskrise. In knappen Kapiteln liefern unterschiedliche Autoren einen Überblick über die Entwicklung der vergangenen Jahre. Sie reichern dies an mit der Schilderung des Status quo und scheuen vor Thesen, eigenen Vorschlägen und Kritik nicht zurück.“

 

Auszüge aus Presseberichten zu den Globalen Trends 2007

Die Zeitschrift E+Z schreibt in ihrer Ausgabe 7/8/2007 unter der Überschrift „Runderneuertes Standardwerk“:


„Die Beiträge weisen auf nüchterne und unpolemische Weise auf unbequeme politische, wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklungen hin. Wer sich von der wissenschaftlichen und manchmal etwas langatmigen Sprache nicht abschrecken lässt, wird in den meisten Artikeln für die Lektüre reichlich belohnt. (…) Die Gestaltung des Buches ist verbessert worden: Der mittlerweile achte Band der Reihe hat ein etwas größeres Format als die früheren, was den zahlreichen Tabellen und Graphiken guttut. Das Inhaltsverzeichnis wirkt weniger formal und verweist stärker auf Thesen und aktuelle Entwicklungen. Das Buch vermittelt grundlegende Hintergrundinformationen an ein vergleichsweise großes Publikum und lässt sich auch gut als Einstieg für tiefere Recherchen nutzen.“

 

Die Zeitschrift Praxis Politik schreibt in ihrer Ausgabe 1/2008:

„Die großen Kapitel ‚Weltordnung und Frieden‘, ‚Weltgesellschaft und Entwicklung‘, ‚Weltwirtschaft und Rohstoffe‘ sowie ‚Umwelt und transnationale Risiken‘ verweisen auf wesentliche Felder von Global Governance: Aspekte wie globale Verwundbarkeit (Ökologie) und Sicherheit (Terrorismus) werden mit einer großen Menge von Material aufgeschlüsselt und analysiert. Vorhandene Ansätze zur Problembewältigung finden sich hier beschrieben und Handlungsempfehlungen gegeben, aber auch ‚Bad Governance‘ und soziale und Umwelt-Kosten werden belegt. Insgesamt eine hervorragende Grundlage für arbeitsteiliges Vorgehen im Unterricht und bei Projekten!“

 

Die Globalen Trends 2010 wurden gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)